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Willkommen bei

Dr. Patrik Schneider,

Dipl. Theologe,
Wirtschaftsmediator, Konfliktberater

Achern


 

 

 

 

 

 

 

 

Achern

Fixsterne waren die antiken Navigationssysteme. Wenn sie verdunkeln oder Wolken sich darüber bilden, dann Gnade uns Gott - dann geht die Orientierung verloren. Die folgenden Texte sind ein Versuch, mit diesem Sprachbild aus der Nautik Landschaften der Kultur- und Geistesgeschichte auszumalen und zu erhellen.
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Achern, 14.7.2017

Kommentar: Der alltägliche Autokrieg aller gegen alle 
Ein fürchterlicher Unfall am Mittwochabend aud der A5 nahe Achern mit einem Toten und Schwerverletzten - daneben Gaffer und Schaulustige: Es trifft einem tiefer, wenn sich solche Szenen vor der eigenen Haustür abspielen…  und Nachdenklichkeit stellt sich ein. Wie weit, so fragt man sich, haben Menschen tatsächlich– frei nach Immanuel Kant – überhaupt noch den Mut und die Fähigkeit, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Wenn sogar als Gipfel einem Feuerwehrkommandant nach einem SWR-Bericht mit Mord gedroht wird, wenn er um eine Rettungsgasse bittet. Hier drängt sich dann einem eher das Bild von einem „Krieg aller gegen alle“ auf, das einst Thomas Hobbes zeichnete, um das absolutistische Machtmonopol des Staates zu untermauern.
Die Vorstellung der Autonomie des Subjekts ist eine der ganz großen Fixsterne am philosophischen und politischen Wertehimmel der Gegenwart. „Auto-nomos“ bedeutet in seinem Ursprung nicht anders als: sich selbst ein Gesetz geben zu können. Damit meinte z.B. Kant: den Menschen erhellt und erleuchtet ein in ihm wohnendes Gesetz, das die Grundlage für vernünftiges Handeln ist. Das war verknüpft mit der optimistischen Vorstellung, dass es genau deshalb keinen bevormundenden Staat oder eine sonstige Institution braucht, die ihn fremdgesteuert leitet und lenkt. Damit ist die Überzeugung und Hoffnung ausgedrückt, dass der Mensch als Individuum in der Lage sei, sich in Freiheit selbst bestimmen.
Kant würde sich wohl im Grabe rumdrehen, wenn er die Szenen am Mittwochabend wohl live erleben hätte müssen. Hobbes würde sich bestätigt fühlen. Erhebliche Zweifel an der Vernunft und dem Vernehmen stellen sich ein. Es kommt die Frage auf, ob wir nicht besser langfristig wieder die Fähigkeit der Vernunft an Maschinen und Roboter abgeben sollen. Dass also Geräte und Roboter die Herrschaft über Entscheidungen übernehmen: Menschen langfristig die Selbstbestimmung den programmierten Algorithmen z.B. in Autos überlassen. Anders scheint der Gassenkrieg nicht mehr beherrschbar. Chips bilden dann im Falle eines Falles ohne Murren und Zähneknirschen die erforderliche Rettungsgasse! Heteronom statt autonom: auf Kommando und ohne Zutun des mit Vernunft ausgestatteten und agierenden Menschen. autonomes Fahren halt. Damit lässt sich dann der alltägliche Autobahnkrieg aller gegen alle lösen. Hier offenbart sich ein gravierendes Dilemma und Armutszeugnis der Moderne! 

 

 

Achern, Juni 2017

"Konradsblatt" 27/2017: Zum 50. Todestag von Kardinal Josef Cardijn

Der Todestag Cardijns jährt sich in diesen Tagen zum 50.mal. Sein Geist ist jedoch bis heute höchst lebendig und lebt noch in Gruppen der Erzdiözese. Sein Ethos belebt bis heute die Verbände KAB und CAJ. Die meisten Aktiven stießen in ihren Jugendtagen während ihrer Ausbildung auf eine CAJ-Gruppe und damit auf die schillernde Figur des Josef Cardijns. Sein imaginärer Lern-Dreischritt Sehen-Urteilen-Handeln verband und verbindet ganze Generationen von CAJlern, die dann oft als Erwachsene in die KAB eintreten. Was fasziniert tausende Menschen bis heute an diesem Mann?

Josef Cardijn war ein Fixstern am Himmel eines sich verändernden Katholizismus im 20. Jahrhundert, der stark von der alten Gehorsamsidee geprägt war. Glaube bedeutete Gehorsam. Cardijn trug in seiner Zeit dazu bei, dass sich ein befreiendes Verständnis von Glauben, das dem Leben dient und es ex luce evangelii erhellt, durchsetzen konnte. Das war epochal und prägte sich ins Langzeitgedächtnis vieler Menschen ein. Und das wird in diesen Verbänden nicht nur behauptet, sondern vor allem erfahrbar. Das soll durch an drei Punkten konkretisiert  werden:

a) Menschen erfuhren und erfahren in diesen Gruppen Wertschätzung und Einfühlung. Cardijn entwickelte ein Gespür für die einmalige Größe der Kleinen! DU bist wichtig! Dein Schicksal, dein Arbeitstag sind bedeutend! Darin findet sich Gottes Spur in dieser Welt. Und das wird in diesen kleinen Gruppen immer wieder auch spür- und erfahrbar. Menschen sind nicht nur Schatten, sondern sind bunt! Wenn die Katholische Sozialethik die Person als eine aus Gott verdankte Existenz an Universitätskathedern definiert, dann wurde und wird sie in der CAJ und KAB gemalt, durchbuchstabiert und farbig ausgestaltet. In der CAJ bekam jeder Bedeutung und Wertschätzung – besonders die, die als Auszubildende ganz unten in der Unternehmenshierarchie standen. Das verbandelt und verbindet Menschen, macht sie zu einem Verband, zu Verbündeten.

b) Die CAJ und heute auch die KAB sind und waren persönlichkeitsbildende Denkschulen. Menschen lernen selbstständig zu denken und ihr Leben zu reflektieren. Mit unterschiedlichen Methoden: die bekanntesten sind der Dreischritt: Sehen-Urteilen-Handeln und die Revision de vie. In vielen staatlichen Schulen, Volksschulen und Berufsschulen bestand Denken bis in die 1980-er hauptsächlich darin, das Licht der Meinung von Unternehmungen und Eliten zu duplizieren und dem dann vor allem zu gehorchen. Andere Denkhorizonte zu entwickeln, die z.B. im Lichte des Evangeliums das Licht des eigenen Urteils und Gewissens festigten, gab es nur wenige. Deshalb ist und war der Bildungsansatz von Cardijn bis heute eine persönlichkeitsbildende Lebensschule, die dadurch den Prozess der Demokratisierung, die ja auf der Fähigkeit seiner Mitglieder zum Urteilen basiert, nach dem Krieg mit vorantrieb. Übrigens auch zu mehr Transparenz in der Kirche selbst. Wenn heute die wachsende Tendenz zur Ökonomisierung der Bildung beklagt wird, dann ist die CAJ bis heute ein Leuchtturm für mehr Herzens- und Menschenbildung: angesichts der europa- und weltweit aufziehenden Wolken über der Demokratie wohl mehr denn je ein Fixstern!

c) und im Geiste Cardijns begannen Menschen die Gesellschaft und Kirche verantwortlich mit zu gestalten. Durch Solidarität in den Gruppen bildeten sich Aktionskreise und -gruppen, die Demokratie nicht nur im vierjährigen Abstimmmodus begriff. Jeden Tag braucht es Beteiligung. Und viele CAJler und heute KABler erlebten durch die Verbandstruktur neue Fähigkeiten und Talente. In einer Zeit, in der die Seelsorge sich aus den unterschiedlichsten Gründen in Großräumen mehr anonymisiert, könnte der Gemeinschaftssinn der CAJ- und der KAB- Verbandes durchaus wieder an Attraktivität gewinnen.

Werfen wir mal all das in den Ring, dann ist der Geist Cardijns heute noch ein Schwergewicht. Eben als gelebte Bewegung, die den Menschen in den Mittelpunkt von Wirtschaft und Gesellschaft aus dem Licht des Evangeliums stellt.

 

 

Karlsruhe, 1. Mai 2017

1. Mai-Gottesdienst in der Kleinen Kirche Karlsruhe

Dunkle Schatten und Schwarze Löcher verdunkeln die Welt: auch unser Europa. Die 7 Jahrzehnte leuchtenden Fixsterne am Wertehimmel Europas drohen ausgeknipst zu werden. Völkische und populistische Mehrheiten beginnen den selbstverständlichen Frieden, den wir hier hatten, zu gefährden! Hier am Rhein haben wir eine besondere Verantwortung! Der Rhein ist eine zutiefst gebeutelte Region gewesen und wir brauchen die den Fortbestand der Freundschaft mit den Franzosen! "Wir sind eins" (Motte des 1. Mais 2017) hat sich als europäische Idee zum Friedenserfolgsmodell entwickelt! Er war und ist sozusagen das Protomodell. Es gab seit Gedenken noch keine Generation, die so vom Frieden profitiert hat wie die gegenwärtige!
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Achern, 12. März. 2017, 
Die Frohbotschaft: Schulen als Lernorte der Demokratie nach dem Schulgesetz Baden Württembergs Paragraph 1
Schulen haben in Deutschland den klaren Auftrag zur politischen und gesellschaftlichen Bildung. Sie sind staatlich eingerichtete Orte, an denen junge Menschen Demokratiemündigkeit und Grundwerte lernen sollen. Angesichts der multikulturellen Vielfalt und der gesamtpolitischen Weltlage gewinnen solche gesellschaftspolitischen Lernfelder eine ganz neue Bedeutung. 
Angesichts des gegenwärtigen Szenarios an postfaktischen Verwässerungen und des erkennbar nationalistisch geprägten Wandels in den asiatischen, amerikanischen und europäischen Kulturen lohnt sich ein Blick in das Schulgesetzt Baden-Württembergs (Stand 26.2.2016). Dort steht in Paragraph 1 geschrieben, dass sich der „Erziehungs- und Bildungsauftrag“ über die „Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten“ der Schule weit hinausgeht. Im zweiten Spiegelabsatz wird die die „Erziehung“ zur „Anerkennung der Wert- und Ordnungsvorstellungen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ genannt. Sie ist das Grundfundament der Schule. Im dritten wird Erziehung als „Vorbereitung zur „Wahrnehmung „der „verfassungsmäßigen staatsbürgerlichen rechte und Pflichten“ festgeschrieben. Im ersten Spiegelstrich wird das sogar mit der personalen Entwicklung in Bezug zur christlichen Gottesvorstellung und zum Geiste der christlichen Nächstenliebe in Bezug gesetzt...
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Freiburg, 14. Januar 2017: 

Abschluss meiner Ausbildung zum Wirtschaftsmediator, Konfliktberater und Konfliktcoach bei der Akademie Zweisicht in Freiburg. 
Nach dem im September 2017 in Kraft tretenden Mediationsgesetz sind damit die Grundlage gelegt, ab diesem Zeitpunkt die 
Bezeichnung zertifizierter Mediator zu führen. 

 

 


 

 

 

 

 

   

 

Biografisches

 

1 / 2017: Abschluss der Mediationsausbildung
bei der Akademie Zweisicht in Freiburg

 

2/ 2014- 7/ 2016: Lehrbeauftragter

An der Pädagogischen
Hochschule Karlsruhe
Seminar: Christliche Sozialethik

 

07/ 2014: 
Verpflichtung als Stadtrat der
Stadt Achern

 

05/ 2014:
Wahl zum Geistlichen Leiter der
Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung
(KAB) des Diözesanverbandes
Freiburg

 

03/ 2014:
Wahl zum Mitglied der
 Mitarbeitervertretung (MAV)
der Religionslehrer im Dienst
der Erzdiözese Freiburg

 

seit 03/ 14:

Leiter des Grundkurses Wirtschaftsethik in Kooperation mit der EAN / KAB und dem Katholischen Bildungswerk

 

03/ 2013 - 03/ 2017: 
Geistlicher Leiter
der KAB im Bezirk Ortenau

 

03/2013:
Gründungsmitglied des
Vereins für Konstruktivismus in
Theologie und Religionsdidaktik

 

weitere Lebens- und Berufstationen

 

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Texte/ Publikationen (Auswahl)

 

05/2016

Patrik Schneider, Von der Hinwendung zur Arbeiterfrage bis zur Sozialverkündigung im Dialog. 
125 Jahre nach Rerum Novarum, in: Sozialinstitut für Kommende Dortmund, Amos international. 
Internationale Zeitschrift für Christliche Sozialethik 2/2016, S. 51-54.

 

05/2016

Patrik Schneider, Rezension zu Grümme, Bernhard, Öffentliche Religionspädagogik, Stuttgart 2015, 
in: Katechetische Blätter 141 (2/2016). Zeitschrift für Religionsunterricht, 
Gemeindekatechese, Kirchliche Jugendarbeit, 
S. 154

 

 

08/2014:
Patrik Schneider, Mit dem Bügelführerschein nach Straßburg, in: EIBOR / KIBOR Tübingen, Wirtschaftsethik und Religion. Global Players, Handwerk und Berufsschule im Gespräch, Tübingen 2014 (Eberhard Karls Universität Tübingen), S. 21-31
Text

 

11/ 2012: Publikation
Wirtschaftsethik als Zündstoff für den Religionsunterricht in der dualen beruflichen Erstausbildung Baden-Württembergs

Reihe: Religionsdidaktik konkret, Band 5,
LIT Verlag Münster 2012 

 

Weitere Publikationen

 

Rezensionen

Meinungen als Stadtrat, Christ und Bürger

 

Mai 2017
Frieden als Auftrag

Impuls zum Bezirkstreffen der KAB Ortenau

 

1. Mai 2017

 

07.3.2017
Stellungsnahme zu Berichterstattung über geplante Verpachtung des Acherner Campingplatzes  (Link zum Artikel in der ARZ-online)

 

24.2.2017
Leserbrief: Pflegeheime sind Paläste der Hoffnung und keine Scheunen der Hoffnungslosigkeit (erschienen im ABB am 25.2.2017)
zum Text: Aufgespürt

 

25.11.2015
Leserbrief im ABB zu
Weihnachtsmarkt: Flüchtlinge und der Budenzauber 

zum Text: Budenzauber

 

 

26.10.2015: Die SPD-Achern initiiert erfolgreich eine Resolution des Gemeinderates Achern gegen Fremdenhass

Link zum Artikel aus der Acher Renchen Zeitung (ARZ) vom 28.10.15

 

 

05/ 2015: SPD Ortsverein solidarisiert sich mit den Forderungen der Pfleger und Erzieher
veröffentlicht im ABB und ARZ am 16.5.2015

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03/ 2015: City-Kart Rennen in Achern - ein NoGo

... Die sozialethische Klugheit spricht gegen dieses Event, so Dr. Patrik Schneider.
veröffentlicht im ABB und ARZ am 14.3.2015

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03/ 2015: Freier Sonntag
Der Tübinger Oberbürgermeister, will das Sonntagsverkaufsverbot weiter lockern. Dazu äußert sich die der Vorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der  Erzdiözese Freiburg wie in der Presseerklärung folgt:
„Sonntagsflatrate“  - die KAB widerspricht!  
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03/ 2015: Zur Einführung der Gemeinschaftsschule
Ausdrücklich wird die Einführung der Gemeinschaftsschule von Dr. Patrik Schneider begrüßt. Sie trägt zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei.
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12/ 2014: Verschwörungstheorie
Leserbrief zu einem Bericht über Vorwürfe des Vereins Geraubte Kinder e.V., Freiburg
veröffentlicht am 13.12.2014 in der ARZ und dem ABB.

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12/ 2014: Mindestlohn

Leserbrief vom 6.12.2014.

Nun jammert die Taxibranche aber ganz schön, wie am Samstag im Lokalteil zu lesen war. Sie befürchtet durch die neue Gesetzgebung offenbar sogar vermehrt Sozialbetrug und Schwarzarbeit...
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