Zukunft der Arbeit und Acherner Gesprächskreis

Presseerklärung vom 30.11.2017

Mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Gute Arbeit“ will die SPD Achern nächstes Jahr ein klares Zeichen setzen. Das beschloss man auf der Sitzung des erweiterten Vorstandes am letzten Donnerstag. Schon durch die sprachliche Aufnahme des langjährigen Gewerkschaftsthemas will man die Suche nach der Nähe zu den Anliegen von Arbeitnehmer deutlich zeigen. „Es kann ja nicht sein, dass man komisch angeschaut wird, wenn man öffentlich sich auf die Seite der kleinen Leute stellt und deren Interessen vertritt!“, so der Ortsvorsitzende Schneider. „Wir sind keine Spinner, wenn wir uns zum Beispiel für die Dauercamper einsetzen“. Besonders im Blick auf die Debatte um die Digitalisierung wird das spannend. „Denn dort fallen Arbeitsplätze en masse fort. Im Altenheim werden Pflegeroboter den Pfleger ersetzen. Für Patienten und Arbeitnehmer eine gruselige Vorstellung.“, so ein Vorstandsmitglied.

Es geht um die Rückbesinnung auf den Kern der SPD-Tradition. Und die war genau dies: Gesellschaftliche Stimme und Sprachrohr der Kleinen, z.B. der Arbeiter, der Arbeitslosen und Rentner zu sein. „Wir müssen weg von einer allzu großen Marktnähe. Wir brauchen Menschennähe“, so Schneider

Dazu wollen die SPDler in Zukunft auch regelmäßig auf dem Acherner Wochenmarkt Präsenz zeigen. Die Erfahrung aus den vielen Gesprächen mit Bürgern im Wahlkampf wurde als sehr wertvoll, positiv und lehrreich eingestuft. Deshalb soll die direkte Form der Begegnung im Parteileben wieder mehr Alltag werden – über Wahlkämpfe hinaus. „Vielleicht setzen wir uns auf ein rotes Sofa mitten in den Markt“, so Schneiders Vorschlag. Ebenso soll ein Acherner Gesprächskreis gegründet werden, der die Vision eines geeinten und starken Europas zum Thema in der Ortenau macht. „Vor den Toren Straßburgs und dem Grenz-Rhein eigentlich eine Kernaufgabe der SPD am Oberrhein“, so ein Mitglied.

Die Diskussion um die GroKo wurde in ähnlichem Kontext bewertet und diskutiert. Die Mehrheit im Acherner Vorstand ist gegen eine Regierungsbeteiligung ihrer Parteispitze.

Positiv wurde nicht nur der Straßenwahlkampf reflektiert, Auch die Wahl von Franziska Kretschmer vor zwei Wochen in den neuen Kreisvorstand der SPD wurde als klares Signal ein für den Gestaltungswillen aus der nördlichen Ortenau bewertet – ebenso wie die Wahl von Sophie Bross als Delegierte in den Landesparteitag. Beide Frauen wurden vom Vorsitzenden und dem Gremium zu ihrer Wahl beglückwünscht. „Diese Vertretung nach außen ist dringend notwendig – wie die Diskussion um das Acherner Krankenhaus zeigte“, so Schneider.