Klimawandel und neues ökonomisches Denken

Schon vor dem Pariser Klimagipfel 2015 warnte Papst Franziskus eindringlich vor den Folgen einer bevorstehenden Klimakatastrophe. In seinen Enzykliken beschreibt er seit 2013 die fatalen Folgen einer Wirtschaft, die lediglich dem Parameter des quantitativen Wachstums folgt. „Diese Wirtschaft tötet“, so sein vernichtendes Fazit (Evangelii Gaudium).

Die aktuelle Klimadebatte offenbart genau diesen Knackpunkt als springenden Punkt. Die fossile Wirtschaft scheint nicht zukunftstfähig. Der Klimawandel wird sich nur mit einem neuen Wirtschaftssystem bewältigen lassen. Es geht dabei um den neuen Parameter: Qualitatives Wachstum. Wir brauchen ein neues Verständnis vom Tauschen der knappen Güter. Vor allem eines, das nicht auf Kosten der Armen finanziert wird. Den – und dieser Aspekt wird kaum erwähnt – die Klimakatastrophe ist vor allem von den Reichen produziert.

Das Prinzip Nachhaltigkeit der christlichen Sozialethik entwickelt sich zum General- und Grundwert. Sie ist Kernpunkt einer Sozialethik 4.0, die Gemeinwohlorientierung und Solidarität ins Zentrum setzt.