Archiv der Kategorie: Angebot

März 2019

Gesprächsabende
  • Kath. Bildungswerk Gaggenau, 20. März 2019, 19.30 Uhr: Wie umarme ich meinen digitalen Zwilling – Vom Umgang mit einem Hirngespinst siehe: https://www.kath-gaggenau.de/html/veranst/detail.html?&m=143378&vt=2&tid=2140101
  • Kolpingsfamilie Lautenbach, 21. Februar 2019, 19.00 Uhr: Gewaltfreie Kommunikation.Wenn die Giraffe mit dem Wolfe tanzt oder: Du sollst deinen Nächsten lieben – wie dich selbst

Die Katholische Soziallehre – das bestgehüteste Geheimnis der katholischen Kirche

Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert haben Lichtgestalten und lehramtliche Spitzentexte das Leben der Kirche „gewürzt“. Der Einsatz für gerechte Strukturen und den Einsatz für eine gerechte Gestaltung der Arbeitswelt sind darin konstitutiv. Derzeit verkörpert Papst Franziskus diese Werteüberzeugung mit seiner Radikalkritik am System des Kapitalismus. Sein Fazit: Diese Wirtschaft tötet, (Evangelii Gaudium). Damit steht er in der Tradition seiner Vorgänger und des II. Vatikanischen Konzils.

Doch wer hört dem in der Praxis tatsächlich ernsthaft zu? Im Leben der Seelsorgeeinheiten und Dekanate fristet das alles ein Mauerblümchendasein. Verwaltungsaufgaben und vorgegebene Festzeiten im Kirchenjahr scheinen den Einsatz für gerechte Strukturen als wesentliche Dimension christlicher Existenz zu absorbieren. Akteure – z.B. Vertreter von KAB, Kolping oder Arbeitnehmerpastoral – fühlen sich eher als Pausenclowns, denn als wirklich ernst genommene Partner.

Am Beispiel ausgewählter Spitzentexte der Sozialethik und des II. Vatikanums sowie von Biografien wird an dem Abend (oder Tag oder Wochenende) die Bedeutung der Katholischen Sozialethik als Grundbestand einer christlichen Lebensführung vergegenwärtigt und aufgezeigt: und damit kann dieses gut gehütete Geheimnis der Kirche ein wenig gelüftet werden.

Konfliktmanagement

Personal- und Betriebsrätekreis Freiburg: Konflikte in der Arbeitswelt – Welche Lösungsmöglichkeiten
bietet das aktuelle Arbeitsrecht?
  • Donnerstag, 31. Januar 2019, 19.00 Uhr
  • Ort: Haslacher Hof, Freiburg 
  • Leitung: RA Michael Wirlitsch
DGB – KAB – EAN in Karlsruhe
Konflikte am Arbeitsplatz
und ihre Bewältigung
  • Dienstag, 22. Januar 2019 2019, 19.00 Uhr
  • Ort: DGB-Gewerkschaftshaus Karlsruhe:„Konflikte in der Arbeitswelt – Welche Lösungsmöglichkeiten bietet das aktuelle Arbeitsrecht?“
    Referenten: Rechtsanwältin Silke Reiter, Baden Baden, Dr. Patrik Schneider, Achern.
IG Metall Gaggenau: Konflikte in der Arbeitswelt –
Welche Lösungsmöglichkeiten
bietet das aktuelle Arbeitsrecht?
  • Freitag, 16. November 2018, 19.00 Uhr
  • Ort: Gewerkschaftshaus Gaggenau 
    Referenten: RA Michael Wirlitsch, Konstanz, Dr. Patrik Schneider, Achern

Veranstaltungstipp für eine Bildungsveranstaltung

Kontakt: 0171 3861621

Wie umarme ich meinen digitalen Zwilling? Ein Beitrag zur Enttarnung eines Hirngespinsts

Häufig ist heute von Digitalen Zwillingen die Rede. Klingt komisch, ist aber so. Niedlich und vertraut. Wer mag diese familiäre Atmosphäre denn nicht. Der digitale Zwilling soll, so die Erwartung, z.B. virtuell industrielle Produktionsprozesse und -verfahren abbilden und die analoge Arbeit entlasten. Aber nicht nur in der Industrie werden wir mit diesem Geschwisterchenbild konfrontiert. Evidenzbasierte Datenerhebungen bestimmen den Arbeitsalltag in Pflegeeinrichtungen, kirchlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen. Fast scheint es so, als gäbe es ein geschwisterliches und familiär-vertrautes Verhältnis zum virtuellen Partner.

Und tatsächlich: Jeder und jede von uns hat ihn und sie tatsächlich schon: ein digitales Ich – registriert mit Nummern bei Ämtern, Personalabteilungen und Behörden, in social medias oder einfach per Videoaufnahme beim Bankomaten. Es gibt einen digitalen Zwilling von uns, der uns dann beim Surfen z.B. Werbung passgenau zusenden kann, unsere Finanzen abgleicht oder unsere Leistungen mit Schulnoten exakt erfasst. 

Wie begegnen wir diesem digitalen-Ich? Welche Beziehung haben wir zu ihm? Darüber soll an dem Abend nachgedacht werden. Wie Umgarnen und pflegen wir ihn? Welches Profil ist wünschenswert? Oder andersherum – vielleicht noch entscheidender? Wie umgarnt er uns? Wie wirkt das digitale Ich im Alltag? Gehen wir darin auf? Oder sind wir mehr? Können wir uns überhaupt noch vor ihm schützen, wenn durch ihn mit unsichtbarer Hand gelockt wird? Z.B. mit Werbung, die durch sein Profil auf uns genau zugeschnitten wird?

Was hat es damit auf sich? Zwillingsbeziehungen sind hochsensibel und intim. Es setzt Augenhöhe voraus. Das Sprachbild Digitaler Zwilling stammt aus der Unternehmens- und Industriewelt. Die Digitalisierung verspricht eine neue Phase der Industrialisierung, die mit dem Schlagwort Industrie 4.0 auf sich aufmerksam macht. Der Roboter wird in dieser Erwartung tatsächlich zum Partner des Menschen. Zum vertrauten Geschwister. Entwickeln Menschen tatsächlich ein familiäres Verhältnis zu den virtuellen Welten? Ist das die Hoffnung? Ist der Digitale Zwilling der neue, zukünftige Partner der Menschheit? Das ist zumindest in den plakativen Sprachbildern heute schon herauszuhören.

Nach der Einführung in diese Fragestellung soll die Reduktion der vertrauten und familiären Beziehung zu den virtuellen Welten kritisch beleuchtet werden. Ist der digitale Partner tatsächlich dem Menschen ebenbürdig? Das erfordert ein Innehalten und Nachdenken. Nach Immanuel Kant ist die autonome Subjektvorstellung der Moderne geknüpft an das Vorhandensein einer praktischen, z.B. religiösen und moralischen Vernunft. Das erzeugt den Rahmen für freie Entscheidungen. Die jüdisch-christliche Tradition versteht den Menschen als eine aus Gott verdankte Existenz. Diese begründet seine Würde und macht ihn unantastbar. In der Industrie hingegen herrscht vorwiegend das reduzierte Bild vom Menschen, das besagt, dass das Individuum lediglich im Handeln nach dem zu erwartenden Nutzen und seinem Eigenvorteil folgt. Wenn Maschinen auch den Nutzen mehren, dann werden sie zum Partner. Aber werden da nicht personale Tiefenschichten des Menschseins völlig ausgeklammert? Trauer, Leiden, Glück oder Liebe lassen sich nicht algorithmisch abzählen. Verzweilfung und Scheitern lassen sich nicht mit Statistiken und evidenzbasierten Erhebungen lösen.

Diese beiden Menschenbilder, so die zu diskutierende These, prallen im Hintergrund des gesellschaftlichen Diskurses um die digitale Zukunft derzeit aufeinander. Vermischen sich. An dem Abend sollen die versteckten Menschenbilder im Hintergrund der gegenwärtigen Debatte um die Industrie 4.0 analysiert und praktische Auswirkungen der Reduktion ausgeführt werden. Zum Beispiel ist die vielerorts zu hörende Begrifflichkeit „Autonomes Fahren“ von diesem Hintergrund fraglich. Denn sie suggeriert, dass Autos autonom sind. Es gibt aber kein autonomes Fahrzeug. Autos sind gesteuert. Sie arbeiten lediglich von Menschenhand programmierte Algorithmen ab. „Auto-nomos“ ist hingegen eine Ehrenbezeichnung des Menschen. Es bezeichnet die Fähigkeit des Menschen, sich mit seiner Vernunft selbst Gesetze geben zu können. Dazu gehören soziale und emotionale Fähigkeiten. Das alles kann ein Auto nicht. Ein fundamentaler Unterschied!

Dr. Patrik Schneider

Konfliktberatung&Mediation

Fairsuchen. Konfliktberatung&Mediation:
auf dem Weg zu guten Lösungen
Konfliktcoaching auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation

Termin nach Vereinbarung

Über 25 Jahre Jahre Erfahrung Konflikt- und Mobbingberater. Moderne Unternehmen bekennen sich in Compliance Erklärungen klar und offen zu Fairness und Transparenz. Die Förderung einer solchen Unternehmenskultur braucht Zeit zur Entfaltung und Einübung. Sie fällt nicht einfach vom Himmel. Manchmal gilt es jedoch noch als Makel, wenn Konflikte in Betrieben den Alltag verschleiern.

Hier möchte ich Sie mit dem berühmten Blick von außen unterstützen und Lernerfahrungen für den konstruktiven Umgang mit Konflikten ermöglichen. Langfristig, so die Erfahrung, werden alle Beteiligten davon profitieren: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sparen Zeit und Nerven und die Betriebe durch höhere Motivation und Identifikation ihrer Mitarbeiter daneben immense Lohn- und Personalkosten.

zum Beispiel durch folgende Angebote:

  • durch schnelle Vermittlung zu Experten in das sozialtherapeutische Umfeld, wenn bei Mitarbeitern etwas ´angebrannt` scheint: z.B. bei Sucht-, Überschuldungs- oder familiären Problemen. Wir arbeiten nach Jahrzehnten Praxisarbeit in der Region in guten und bewährten Netzwerken.
  • oder durch Prävention: wir unterstützen Sie beispielsweise beim Abfassen und Implementieren entsprechender Vereinbarungen zu Regeln eines Fairen Umgangs am Arbeitsplatz, wie sie in Konzernen längst üblich sind und entsprechend in das Qualitätsmanagement bzw. den betrieblichen Leitbildern aufgenommen wurden.

Seminarangebot 1 / 2018

Oasentage zur Wertschätzenden Kommunikation

3. – 4. April, 2018 und 8.- 9. Juni 2018

Die Oasentage wollen für eine an Wertschätzung ausgerichteten Kommunikation sensibilisieren und die Grammatik einer Sprache des Herzens einüben. In den Oasentagen im Kloster Neusatzeck wollen wir uns Zeit nehmen, diese lebensbereichernde Sprache zu erlernen, um Konflikten im Alltag mit einer neuen Art von Sensibilität und Kraft zu begegnen und somit besser lösen zu können. Anhand entsprechender Übungen und mit Unterstützung eines Mediatoren Teams tauchen wir ein in diese spannende Thematik und erproben uns in einer neuen Art der Konfliktlösung – der wertschätzenden Kommunikation.

 

Vertiefung der Oasentage

Termin nach Absprache

Das Vertiefungsseminar zur Wertschätzenden Kommunikation richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eines der Grundlagenseminar im April oder Juni besucht haben sowie an Teilnehmerinnen und Teilnehmer die bereits Erfahrung mit einer an Wertschätzung ausgerichteten Kommunikation gesammelt haben. Im Vertiefungsseminar im Kloster Neusatzeck wollen wir uns Zeit nehmen, diese lebensbereichernde Sprache durch eine Vielzahl an Übungen und Reflektionen weiter auszubauen und neue Techniken  zu erlenen. Auch werden weitere Themen der Konfliktbearbeitung aus theoretischer und praktischer Sicht im Fokus des Seminars stehen.