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Ökumenischer Gottesdienst zum 1. Mai 2019 in Karlsruhe „Europa jetzt erst richtig“

Hinführung

Nach seiner Wahl zum Präsidenten betritt Emmanuel Macron 2017 mit dieser Europahymne in die Bühne der Öffentlichkeit – bei der Siegesfeier am Louvre. Ein Sieg, über den wir jubelten. Und beim Einzug wird nicht zuerst die französische Nationalhymne, die Marseillaise, sondern die Europahymne gespielt: Die symbolträchtige Handlung eines jungen Senkrechtstarters: erst Europa, dann die Nation. Das ist jetzt 2 Jahre her. Und nicht nur die die Gelbwestenbewegung zeigt uns, wie schwierig diese Präsidentschaft Macrons in diesen Sturmzeiten ist.

Populistische Mehrheiten beginnen den selbstverständlichen Frieden, den wir seit über 7 Jahrzehnten in Europa haben, immer mehr zu gefährden! Hier am Rhein haben wir eine besondere Verantwortung! Der Rhein ist eine zutiefst gebeutelte Region gewesen. Deshalb ist das diesjährige DGB Motto: Europa jetzt erst richtig für unsre Region eine Riesenherausforderung!!! Es gab seit Gedenken noch keine Generation am Rhein und der Saar, die so vom Frieden profitiert hat wie die gegenwärtige!

Wir wollen Gott an dieser Stelle dafür danken: für die lange Friedenszeit – und ihn um seinen Segen, Kraft und Beistand für die Gestaltung Zukunft Europas bitten. Dass diese Gemeinschaft im Frieden geeint bleiben möge. In dem Vertrauen auf den biblischen Gott, der uns den Schalom verheißen hat, den immerwährenden Frieden, beginnen wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

Predigt

Grundwerte

Ein Waffenstillstand allein bringt noch lange keinen Frieden. Das lässt sich zumindest aus den beiden Katastrophen des 20. Jahrhunderts lernen. Das Schweigen der Waffen genügt nicht. Zum Frieden gehört eine politische Haltung.

Nach dem Ersten Weltkrieg galt der Grundsatz: Die Nation ist unantastbar. Dolchstoßlegende. Gekränkte Ehre; Legenden vom Vaterlandsverräter, verletzte Nationalstolz- erkauft mit den Reparationsleistungen – wurde dann zum Nährboden für die nächste Katastrophe: 15 Jahre später: dem 3. Reich. Hier galt als Steigerung dann der Grundsatz: Die Rasse ist unantastbar. 12 Jahre hielt diese Maxime der Rasse und des Deutschtums dann… mit verheerender Bilanz!

Erst nach über 70 Millionen Toten wurden dann einige gescheit: die Väter und Mütter des Grundgesetzes legten die Basis für den Frieden in Europa mit einer neuen Meßlatte: den Menschenrechten. In wenigen Tagen feiern wir den 8. Mai: 70 Jahre Grundgesetz. Dort steht in dicken Lettern diese Meßlatte: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Eine Vision, eine Utopie – gegen die täglich noch verstoßen wird. Aber sie brachte unserer Generation tatsächlich Lebensfülle! Über 70 Jahre Frieden nicht nur am Rhein!

Doch diese Maxime ist wieder in Gefahr: Heute würden einige über die Verfassung lieber schreiben: Das Kapital ist unantastbar. Nach Jahrzehnten des Marktradikalismus und Neoliberalismus entspräche das mehr dem Zeitgeist. Wirtschaftliche Globalisierung ohne Rücksicht auf den Nächsten und seine Würde. Doch damit – so die schmerzliche Erinnerung, Warnung und Erfahrung aus dem dunklen Kapitel des 20. Jahrhunderts – gelingt kein dauerhafter Frieden! In den aufkeimenden Nationalismen, im Populismus verschleiert sich der nackte Kapitalismus: im Zerrbild des homo oeconomicus, der den homo sapiens ins Abseits katapultiert. Stattdessen schafft er: Brot und Spiele, Ablenkung und Ersatzbefriedigung durch Feindbilder. Und dieses Unkraut beginnt wieder zu sprießen und zu blühen: LePen, Orban, die AFD vor der eigenen Haustür und andere populistische Bewegungen im Aufwind: selbst in Schweden und Norwegen. America first!

Halten wir nochmals inne. Die beste aller Vorstellungen war die des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Damit gelingt der Frieden! Waffenstillstand alleine genügt nicht. Frieden ist eine innere Haltung! Ein kategorischer Imperativ der moralischen und politischen Vernunft.

Wertekatalog:

=> Achtung gegenüber allen Menschen / Lebensrecht -> Ächtung von Nationalismen / Ächtung autonomen Waffengattungen / uneingeschränktes Lebensrecht von Flüchtlingen (Syrien)

=> Achtung der Ansprüche kommender Generationen –Generationenvertrag: Abwendung der Klimakatastrophe -> Greta Thunberg: Fridays for Future

=> Teilen unter allen Menschen: Dass es allen reicht! Essen, Trinken. Kein Marktradikalismus, kein ausbeuterischer Neoliberalismus, kein heimlicher Abbau von Sozialstandards -> hireing on demand / Digitale Nomaden / unternehmerisches Selbsts züchten

Liebe

Auch ein kategorischer Imperativ religiöser Vernunft!

Bei allen Negativschlagzeilen, die die christliche Kirchenobere hervorgebracht haben: eines haben sie über Jahrtausende geoffenbart und überliefert: Echte Gottesliebe, echte Begegnung mit der Transzendenz, zeigt sich in der Anerkennung und Achtung des Anderen. Gottesliebe ohne Nächstenliebe ist eine Anmaßung! Ebenso ohne Selbstfreundschaft. Wie in einer Ellipse öffnet die Vertikale zu Gott die Horizontale zum Mitmensch und mir selbst. Das lässt sich ablesen im Programm Jesu, der als Messias bekannt wurde. Christus heißt Messias. Seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. wartet das jüdische Volk auf den von Gott Gesandten, von dem es beim Propheten Jesaja hieß: Er würde „die Hilflosen gerecht richten“, „nicht nach Hörensagen du Augenschein richten“, Jesus griff als Jude auf das Gesetz des Altes Testaments zurück. Dort steht das Doppelgebot an prominenter Stelle. Der heilige Franziskus übersetzte es in die Feudalgesellschaft des Mittelalters. Auch andere Religionen greifen auf diese Spiritualität zurück. Mathama Gandhi schaffte damit den gewaltlosen Widerstand, der Dalai Lama bezeugt es. Oder moderne Zeugen: z.B. der Begründer der non violant communication, der Jude Marshall Rosenberg mit seinem politischen Programm:

Nun haben wir weniger ein religiöses, als ein Verständigungsproblem in der Moderne. In der Katechese wird die Liebe, insbesondere im religiösen Horizont, arg verniedlicht. * Friede, Freude, Eierkuchen. * Piep piep piep wir haben uns alle lieb, * seid lieb und nett, * Rosamunde Pilcher. Aber das ist bei näherem Hinsehen so nicht. Gerechtigkeit und Liebe sind in dieser Spiritualität nicht getrennt. Die Liebe deutet die Gerechtigkeit neu: Es ist eine Gerechtigkeit, die den anderen wertschätzt, achtet und beteiligt – und vor allem alle satt werden lässt. Das ist der Kern des Liebesgebotes. Dass die Hungrigen satt werden und die Reichen leer ausgehn. Und diese Spiritualität gehört zur europäischen Tradition! Wird als jüdisch-christliches Erbe zusammengefasst.

Jesus würde, wenn er heute leben würde, vielleicht eher folgende Variante nutzen: „Achte Deinen Nächsten wie dich selbst“; „schätze den Nächsten wert wie dich selbst“; „Sei empathisch zu allen wie du selbst mit dir wertschätzend umzugehen hast“. Die Demokratie lebt genau von dieser Achtung und Wertschätzung und der Vision, dass alle satt werden. Das ist der Geist der Rede von der Unantastbarkeit der Würde des Menschen: des Anderen als auch meiner Eigenen! Und dafür stehen wir als Gewerkschafter und Christen! Und deshalb gehen wir heute auf die Straße!

Im 1. Mai Aufruf des DGBs heißt es: „Am 1. Mai zeigen wir klare Kante gegen Rechts und alle, die unser Land und Europa spalten wollen. Wir sagen Nein zu Intoleranz, Nationalismus, Rassismus und Rechtspopulismus.“

Und dem ist am Schluss positiv das Wort eines Mannes hinzuzufügen, der das schon inmitten der Greuelzeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts visionär verstanden hatte und viele von uns bis heute begeistert: ein Wort des Kardinals Josef Cardijn – dem Gründer der CAJ. Mit seinem Grundsatz möchte ich schließen: „Jeder Mensch ist mehr wert als alles Gold dieser Welt…“ und dazu sagen wir JA!

Amen

Die Vision: Wertschätzende Kollegialität

FAIRsuchen wir es…

Als ausgebildeter Wirtschaftsmediator unterstütze ich Sie und Ihre Unternehmung, Einrichtung, Behörde, Schule, Verband oder soziale Organisation bei der konstruktiven Bearbeitung von Konflikten, egal ob sie Mobbing, Burnout oder schlechtes Betriebsklima genannt werden. Und zwar durch entsprechende Bildungsangebote, Mediation oder konkret durch Beratung.

zum Beispiel:

  • durch schnelle Vermittlung zu Experten in das sozialtherapeutische Umfeld, wenn bei Mitarbeitern etwas angebrannt scheint: z.B. bei Sucht-, Überschuldungs- oder familiären Problemen. Wir arbeiten nach Jahrzehnten Praxisarbeit in der Region in guten und bewährten Netzwerken.
  • oder durch Prävention: wir unterstützen Sie beispielsweise beim Abfassen und Implementieren entsprechender Vereinbarungen zu Regeln eines Fairen Umgangs am Arbeitsplatz, wie sie in Konzernen längst üblich sind und entsprechend in das Qualitätsmanagement der Leitbilder aufgenommen wurden.

Es geht nicht um Schuldzuweisung oder Moralisieren. Oft verbergen sich hinter den Schlagworten wie beispielsweise Mobbing, schlechtem Betriebsklima oder Führungsschwäche einfach nur Klischees, die einer tieferen Aufarbeitung bedürfen, um langfristig Ihre Organisation nicht zu lähmen. Bei meiner Arbeit mit Ihnen steht deshalb nicht das Problem, sondern die Lösung im Vordergrund. Ziel ist es, positiv einen fairen Umgang, eine lebensbereichernde Kultur und spielerische Freude am gemeinsamen Tun dauerhaft (wieder) zu entwickeln, zu fördern und nachhaltig zu erreichen. Dazu SUCHEN wir gemeinsam nach FAIREN Lösungswegen. Zufriedene Mitarbeiter werden es Ihnen danken. Ihre Mitarbeiter und Sie werden durch diese Investition in ein bewussteres Qualitätsmanagement profitieren. Denn:

  • Konflikte fallen nicht einfach vom Himmel. Vor allem sind sie nicht schlecht oder böse! Konflikte sind Leuchttürme! Alte Wege, so erhellen sie, sind nicht mehr gangbar – stattdessen braucht es neue! Gehen Sie es an!
  • Denn vielfach ist das faire Lösen günstiger als das ewig lange Mitschleppen unsichtbarer Streitereien. Diese kleinen verborgenen Giftmonster entwickeln sich oft als Nährboden für das, was man ein gemeinhin vergiftetes Betriebsklima oder noch schlimmer als Mobbing bezeichnet.
  • Das Entzaubern solcher heimlichen, aber höchstwirksamen Giftmonster schont Ihre Kraft und die Nerven Ihrer Mitarbeiter.
  • Dazu braucht es gewisse Grundhaltungen: z.B.: die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwertschätzung, die Fähigkeit zur Einfühlung in den Anderen und damit eng verbunden auch die Bereitschaft zum Hin- und Zuhören. Denn oft reden wir lieber übereinander, statt miteinander. Das hilft. Denn es gilt der uralte Weisheitsschatz: Jeder Mensch ist mehr wert als alles Gold dieser Welt.
  • Deshalb braucht es die Kultur einer WERTSCHÄTZENDEN KOLLEGIALITÄT. Die fällt normalerweise nicht vom Himmel, sondern entwickelt sich aus einer gelebten Unternehmenskultur. Dabei will ich Sie und Ihre Organisation unterstützen.

Nehmen Sie Kontakt auf. Wir behandeln selbstverständlich Ihre Anfrage seriös und vertraulich.
Kontakt

siehe Seite: Vita

Erfahrungen im Bereich Digitalisierung

Mit und von mir geplante und durchgeführte Veranstaltungen zur Digitalisierung u.a.

Seit 2016: Mitglied im Ausschuss ´ Politik und Gesellschaft` des Diözesanrates der Katholiken in der Erzdiözese Freiburg mit Schwerpunkt Digitalisierung.

11/ 2017: Referent beim Dies des Dekanats Baden-Baden, Arbeit 4.0, Sinzheim

05/ 2018: Zukunft der Arbeit, Digitalisierung, mit dem Gewerkschaftssekretär der Bezirksleitung der IG Metall BW, Kai Burmeister, Achern Gaststätte zur Hoffnung

07/ 2018: Politisches Feierabendgespräch, Autonomes Fahren mit Prof. Dr. Rupert Felder, Heidelberger Druck, Carl-Benz-Schule, Gaggenau

06/ 2018: Fachtagung der Fachberater für Katholische Religion an Berufsschulen, Carl-Benz-Schule, Gaggenau

11/ 2018: Politisches Feierabendgespräch, Wertebildung mit Prof. Dr. Hans Mendl, Religionspädagoge, Carl-Benz-Schule, Gaggenau (vgl. den Link zum Artikel auf der Homepage der Carl Benz Schule Gaggenau)

2019: Einladungen als Referent zu Fach- und Tagesveranstaltungen

  • 20. März 2019: Wie umarme ich meinen digitalen Zwilling, Bildungswerk Gaggenau, St. Marien Gemeindehaus, 19.00 Uhr
  • 18 u. 21. März 2019: Referent bei den Fachschaftstagen für Religionslehrer an beruflichen Schulen in Bad Säckingen / Kippenheim
  • 22. März 2019: Referent beim Diözesanrat der Katholiken in der Erzdiözese Freiburg (Ausschuss Politik und Gesellschaft)
  • 4. April 2019, Präsentation des Essays in der Reisebörse Achern, 19.00 Uhr

Die Katholische Soziallehre – das bestgehüteste Geheimnis der katholischen Kirche

Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert haben Lichtgestalten und lehramtliche Spitzentexte das Leben der Kirche „gewürzt“. Der Einsatz für gerechte Strukturen und den Einsatz für eine gerechte Gestaltung der Arbeitswelt sind darin konstitutiv. Derzeit verkörpert Papst Franziskus diese Werteüberzeugung mit seiner Radikalkritik am System des Kapitalismus. Sein Fazit: Diese Wirtschaft tötet, (Evangelii Gaudium). Damit steht er in der Tradition seiner Vorgänger und des II. Vatikanischen Konzils.

Doch wer hört dem in der Praxis tatsächlich ernsthaft zu? Im Leben der Seelsorgeeinheiten und Dekanate fristet das alles ein Mauerblümchendasein. Verwaltungsaufgaben und vorgegebene Festzeiten im Kirchenjahr scheinen den Einsatz für gerechte Strukturen als wesentliche Dimension christlicher Existenz zu absorbieren. Akteure – z.B. Vertreter von KAB, Kolping oder Arbeitnehmerpastoral – fühlen sich eher als Pausenclowns, denn als wirklich ernst genommene Partner.

Am Beispiel ausgewählter Spitzentexte der Sozialethik und des II. Vatikanums sowie von Biografien wird an dem Abend (oder Tag oder Wochenende) die Bedeutung der Katholischen Sozialethik als Grundbestand einer christlichen Lebensführung vergegenwärtigt und aufgezeigt: und damit kann dieses gut gehütete Geheimnis der Kirche ein wenig gelüftet werden.

Konfliktmanagement

Personal- und Betriebsrätekreis Freiburg: Konflikte in der Arbeitswelt – Welche Lösungsmöglichkeiten
bietet das aktuelle Arbeitsrecht?
  • Donnerstag, 31. Januar 2019, 19.00 Uhr
  • Ort: Haslacher Hof, Freiburg 
  • Leitung: RA Michael Wirlitsch
DGB – KAB – EAN in Karlsruhe
Konflikte am Arbeitsplatz
und ihre Bewältigung
  • Dienstag, 22. Januar 2019 2019, 19.00 Uhr
  • Ort: DGB-Gewerkschaftshaus Karlsruhe:„Konflikte in der Arbeitswelt – Welche Lösungsmöglichkeiten bietet das aktuelle Arbeitsrecht?“
    Referenten: Rechtsanwältin Silke Reiter, Baden Baden, Dr. Patrik Schneider, Achern.
IG Metall Gaggenau: Konflikte in der Arbeitswelt –
Welche Lösungsmöglichkeiten
bietet das aktuelle Arbeitsrecht?
  • Freitag, 16. November 2018, 19.00 Uhr
  • Ort: Gewerkschaftshaus Gaggenau 
    Referenten: RA Michael Wirlitsch, Konstanz, Dr. Patrik Schneider, Achern